Okt 302017
 
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Im Schlagerspiel und Nachbarderby der Kreisklasse 3 Coburg-Lichtenfels zwischen der SpVg Wüstenahorn und dem TSV Coburg-Scheuerfeld drehten die Gastgeber einen 2:3-Rückstand noch in einen 4:3-Heimsieg um, und bleiben somit weiterhin gemeinsam mit dem TSV Scherneck an der Tabellenspitze. 150 Zuschauer sahen auf dem Nebenplatz eine vom Kampf geprägte Auseinandersetzung mit insgesamt acht Gelben Karten.

Zum Rückrunden-Auftakt in der Kreisklasse 3 Coburg-Lichtenfels gastierte im Nachbarduell der TSV Coburg-Scheuerfeld – der zuletzt nach zwei sieglosen Spielen mit fünf Punkten Differenz auf den heutigen Konkurrenten auf Rang vier zurückfiel – bei der SpVg Wüstenahorn, die alle ihre letzten zehn Partien, teils mit spektakulären Kantersiegen wie beim 9:0 in Seßlach, dem 8:1 daheim gegen Anadoluspor oder dem 14:0 gegen die Bosporus-Reserve – gewann und dadurch die Tabellenspitze, punktgleich mit dem TSV Scherneck, erklomm. Das Hinspiel auf der Erich-Schwesinger-Sportanlage in Scheuerfeld gewann der TSV mit 4:2-Toren. SpVg-Spielertrainer Bastian Bauer war der einzige seines Teams, der wegen Verletzung fehlte, der sagte: „Wir können ganz befreit in das Derby gehen, da der größere Druck bei Scheuerfeld liegt, die gewinnen müssen. Wir sind selbst etwas überrascht über unseren hervorragenden Tabellenplatz, der nicht unverdient, aber auch manchmal etwas glücklich zustande kam. Die Ausrichtung lautet, hinten ertsmal dicht machen und vorne auf Konter lauern!“ Anders sah die Personalsituation beim TSV-Spielertrainer Thomas Zethner aus, dem mit Carsten Fleischmann, Marco Langer, Maximilian Müller und Steffen Ohnsorge wichtige Leute fehlten, der meinte: „Ja wir stehen gewaltig unter Druck, wollen wir den Anschluss zur Spitze nicht verlieren!“

Gäste-Doppelschlag durch Roul Ebersbach

Auf dem für die Jahreszeit gutbespielbarem Nebenplatz erwischten die Gäste – im 4-1-4-1-System zwar den besseren Start, aber die Heimelf – in einer 4-2-3-1-Formation beginnend – ging schon früh in Führung, als der nach vorne aufgerückte SpVg-Kapitän Christopher Neubert eine Ecke von rechts durch Gerhard Reiter hereingebracht mit einem wuchtigen Kopfball aus fünf Metern zur 1:0-Führung verwertete (11.). Aber die Freude bei den Roten währte nicht lange, denn nur eine Minute später glich Roul Ebersbach nach Deckungsfehler aus sechs Metern mit einem Flachschuss mit links aus halblinker Position zum 1:1 aus (12.). Und wiederum nur vier Minuten später stand der gleiche Schütze am gleichen Ort und erhöhte mit dieser Doublette zum Ausgleichstor auf 1:2 (16.), nachdem Christoph Endres die Vorlage gegeben hatte. Es ging Schlag auf Schlag, denn die Hausherren zeigten sich wenig geschockt, die wiederum nur fünf Minuten darauf durch Ladislaw Rybar die Antwort parat hatten, der aus acht Metern leicht abgefälscht noch zum 2:2 traf (21.). Jetzt war das Match wieder offen – wobei Scheuerfeld leicht optisch überlegen war und spielerische Vorteile hatte – aber die Platzherren sich bei ihrem Keeper Julian Becker bedanken konnten, der mit zwei Glanzparaden weitere Gästetore vereitelte. Mit viel Kampf und Einsatz auf dem schweren Untergrund ging es auf beiden Seiten hin und her und nachdem der Heimakteur Philipp Schneider den auf rechts angreifenden Vladimir Mut etwas ungestüm zu Fall brachte, ertönte sofort der Pfiff des Unparteiischen, der ohne Zögern auf den ominösen Punkt aus elf Metern deutete. Diese Entscheidung war etwas knifflig, da viele Kiebitze das Foul außerhalb des Strafraumes gesehen haben wollten. Aber da der Angreifer im Sechzehnmeter lag, musste man diese Tatsachen-Entscheidung des Referees akzeptieren, da es auch keine großen Proteste der Gastgeber gab. Björn Pätzold übernahm die Verantwortung beim TSV, der sicher unten links zum 2:3 einlochte (32.). In der Schlussphase der ersten Halbzeit drehte jetzt Wüstenahorn nochmals gehörig auf. Dann hatten die Heim Fans den Torschrei bereits auf den Lippen, als sich Ladislaw Rybar auf links herrlich durchsetzen konnte, das Leder mit dem Außenrist gekonnt mitnahm und Pech hatte, dass seine Eingabe nur um wenige Zentimeter am zweiten Pfosten vorbei ins Aus ging. Dann lag der erneute Ausgleich in der Luft, als nach Schüssen von Roberto Weiß und Sascha Steiner der Gäste-Schlussmann Daniel Beck bereits geschlagen war und Sören Pratsch per Fußabwehr und Thomas Zethner per Kopfabwehr jeweils auf der Torlinie stehend den Ausgleichstreffer verhinderten, was auch die letzten Aktionen vor dem Pausentee waren.

Roberto Weiß und Sascha Steiner drehen das Match

Nach Wiederanpfiff bestimmte zunächst Scheuerfeld wieder das Geschehen, die durch ihre Cleverness und guter Raumaufteilung – wobei

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sie das Spiel über die gesamte Platzbreite auseinanderzogen – Ball und Gegner laufen ließen. Auf der anderen Seite scheiterte Dominik Düßel aussichtsreich für die SpVg, als er freistehend 20 Meter vor dem Gästekasten an den Ball kam. Aber sein Schlenzer ging gut und gerne zwei Meter über den Querbalken des TSV-Tores. Aber die Gastgeber besannen sich auf ihre Kampfkraft, die nun immer stärker wurden und nach guter Einzelleistung von Sascha Steiner – nachdem er sich auf links durchsetzen konnte – die Riesenmöglichkeit zum Ausgleich hatten. Seine Eingabe ließ gewollt Ladislaw Rybar durch auf den hinter ihm lauernden Roberto Weiß, der den Ball aus neun Metern nicht hundertprozentig traf und rechts vorbei semmelte. Doch die Angriffsbemühungen der Hausherren wurden dann belohnt. Es ging blitzschnell als der eingewechselte Heimakteur Max Lobanov die Kugel mittig aus der eigenen Hälfte in den Lauf auf Roberto Weiß durchsteckte. Dieser war einen Tick schneller am Ball als der herauskommende Gästekeeper Daniel Beck, umspielte ihn und schob zum vielumjubelten 3:3 ein (73.). Und es kam noch dicker für die Jungs von Gäste-Spielertrainer Thomas Zethner, denn nur drei Minuten später war es Gerhard Reiter, welcher wieder mit einem genialem Pass auf Sascha Steiner glänzte. Der Heimangreifer schüttelte seinen Gegenspieler im Sprint ab und schob ins kurze Eck aus zwölf Metern zum 4:3 ein (76.). Auweia, das war schon sehr bitter für die Scheuerfelder, die lange Zeit als Sieger aussahen und nun in den verbleibenden Spielminuten nochmals alles nach vorne warfen, um zumindest noch einen Punkt zu retten. Aber in der spannenden Schlussphase fehlte ihnen auch das Quäntchen Glück, aber auch ein Lob gebürt der SpVg-Abwehr, die bis zum Umfallen kämpften und mit Mann und Maus hinten drinstehend den Ausgleichstreffer verhinderten und aufatmeten, als der Schlusspfiff nach der zweiminütigen Nachspielzeit ertönte.

Fazit:

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Am Ende wäre ein Remis das gerechtere Endergebnis gewesen, da die Gäste spielerische Vorteile hatten, deren Wüstenahorn viel Kampf, Einsatz und Wille entgegensetzte und das Match nach 2:3-Rückstand in einem 4:3-Dreier noch umbog und auch im elften Spiel hintereinander den elften Sieg feierten und diesen lautstark mit „Derbysieger-Derbysieger“-Rufen kund taten.

Stimmen:

Bastian Bauer (Spielertrainer SpVg Wüstenahorn): 
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Wie immer kämpferisch brutal hervorragend, was meine Jungs gebracht haben, worauf ich unheimlich stolz bin, die den Sieg sich am Ende völlig verdient haben. Viele andere Teams sind uns spielerisch überlegen, aber die können uns vom Kampf und Einsatz nichts entgegenbringen, deswegen stehen wir auch ganz oben, auch weil wir vor der gegnerischen Kiste eiskalt sind. Heute haben wir auf jeden Fall Grund genug zum Feiern.

Thomas Zethner (Spielertrainer TSV Coburg-Scheuerfeld): Mann, mann, mann, wir haben uns, nachdem wir führten schon dämlich angestellt, da wir in der Defensive völlig aufgemacht haben und die Räume auf den Außen nicht mehr besetzt haben. Von unserer spielerischen Überlegenheit können wir uns heute nichts kaufen.

Björn Pätzold (Torschütze TSV Coburg-Scheuerfeld): Natürlich bin ich sehr enttäuscht, denn nur schön spielen bringt eben nichts. Mir fehlen so kurz nach Spielschluss die Worte, aber es muss weitergehen.

Dieter Koch bin ja immer gern bei euch oben, auch wegen vieler „Altgedienter“, die man lange kennt.

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